6 Achtel in Ehren

6 Achtel in Ehren

Sandra Wimmer

Verkoste fünf Weine von einem Winzer + einen Überraschungswein.

Uhrzeit: jeweils 17:00 bis 19:00 Uhr

Kosten: Euro 18,00 inkl. kleine Häppchen

Max. TN-Zahl: 6 Personen.

Anmeldung: WhatsApp an 0650 2200549 oder via Mail an alois@die-geniesserei.at

Die Termine und die Winzer:

Donnerstag, 30. April: Cantina Briziarelli, Bevagna, Umbrien

Die Cantine Briziarelli ist ein traditionsreiches Weingut in Umbrien, im Herzen der renommierten Weinregion rund um Montefalco. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1906 zurück, als der Unternehmer Pio Briziarelli begann, landwirtschaftliche Flächen zu bewirtschaften und damit den Grundstein für das heutige Familienunternehmen legte. 

Heute verbindet das Weingut Tradition mit moderner Weinbaukunst: Auf rund 50 Hektar entstehen charaktervolle Weine, insbesondere aus der regionaltypischen Sagrantino-Traube. Die Philosophie basiert auf Respekt gegenüber Natur und Terroir sowie einem zurückhaltenden, nicht „extremen“ Ausbau, der elegante, klare und gut trinkbare Weine hervorbringt. 

Neben der Produktion bietet die Cantine Briziarelli auch Weinverkostungen und Führungen an, bei denen Besucher die Verbindung von Landschaft, Architektur und Genuss erleben können. 

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Donnerstag, 7. Mai: Podere Luigi Enaudi, Dogliani, Piemont

Beim Namen Einaudi klingelt bei vielen etwas im Ohr: Einerseits war Luigi Einaudi der erste demokratisch gewählte Staatspräsident Italiens nach dem Faschismus, andererseits gehört mit Ludovico Einaudi einer der bekanntesten zeitgenössischen Komponisten zur Familie. 

Die Poderi Luigi Einaudi im Piemont verbinden genau diese Geschichte mit großer Weintradition. Das Weingut wurde bereits 1897 gegründet, als Luigi Einaudi das Gut San Giacomo in Dogliani erwarb und begann, eigene Weine zu produzieren statt nur Trauben zu verkaufen. 

Heute bewirtschaftet die Familie rund 60 Hektar in den renommierten Lagen der Langhe, darunter Barolo-Toplagen wie Cannubi und Bussia.  Die Philosophie verbindet klassische piemontesische Eleganz mit moderner Präzision: terroirgeprägte Weine, die Balance, Struktur und Herkunft in den Mittelpunkt stellen. 

Über vier Generationen hinweg ist Poderi Einaudi damit ein Beispiel für die gelungene Verbindung von politischer Geschichte, Familientradition und großer italienischer Weinkultur geblieben.

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Donnerstag, 21. Mai: I Cipressi, Montepulciano, Toskana

Die I Cipressi Winery ist ein kleines, familiengeführtes Weingut in den Hügeln von Montepulciano in der Toskana. Ihre Geschichte beginnt in den 1960er-Jahren, als die Familie Frangiosa aus Kampanien in die Region zog und zunächst mit dem Anbau und Verkauf von Trauben begann.

1995 gründete Luigi Frangiosa schließlich die eigene Kellerei und legte damit den Grundstein für die heutige Identität des Betriebs: handwerkliche, terroirgeprägte Weine, die Tradition und Herkunft widerspiegeln. 

Heute bewirtschaftet die Familie rund 6,5 Hektar und konzentriert sich vor allem auf regionale Rebsorten wie Sangiovese, Canaiolo und Colorino – die Basis für klassische Weine wie Vino Nobile di Montepulciano. 

Im Mittelpunkt steht ein klarer, authentischer Stil: nachhaltiger Weinbau, viel Handarbeit und eine familiäre Atmosphäre, die sich auch in persönlichen Verkostungen und Besuchen widerspiegelt. 

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Donnerstag, 28. Mai: I Cavallini, Manciano, Toskana

Die Tenuta I Cavallini liegt in der südlichen Toskana, in der Maremma bei Manciano, eingebettet zwischen Meer und Hügeln – eine Lage, die den Weinen Frische, Mineralität und aromatische Tiefe verleiht. 

Die Wurzeln des Guts reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück: Ursprünglich im Besitz der Familie Ciacci, wurde es später von der Familie Pirozzi-Lupinacci übernommen und mit viel Engagement weiterentwickelt. Heute führen die Brüder Roberto und Nicola den Betrieb und stehen für einen klar handwerklichen Ansatz. 

Auf rund 11 Hektar Rebfläche entstehen in einem größeren landwirtschaftlichen Kontext (inklusive Oliven, Viehzucht und Ackerbau) charaktervolle Weine aus Rebsorten wie Vermentino, Morellino, Ciliegiolo und Alicante. 

Im Fokus steht ein naturnaher, oft biologischer Anbau sowie viel Handarbeit – von der Lese bis zur spontanen Vergärung. Das Ergebnis sind elegante, frische und terroirgeprägte Weine, die die Maremma authentisch widerspiegeln. 

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Donnerstag, 4. Juni: Le Cimate, Montefalcone, Umbrien

Le Cimate ist ein familiengeführtes Weingut in Montefalco im Herzen Umbriens und verbindet lange landwirtschaftliche Tradition mit moderner Kellertechnik. Die Familie Bartoloni ist bereits seit dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft tätig und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Weinbau, bevor 2011 die heutige Kellerei gegründet wurde. 

Drei Generationen haben den Betrieb geprägt: Großvater Paolo als erfahrener Winzer, sein Sohn Giovanni als Initiator des modernen Weinguts und Enkel Paolo, der heute die Zukunft verantwortet. 

Die rund 23 Hektar Rebflächen liegen auf etwa 400 Metern Höhe und profitieren von großen Temperaturunterschieden sowie idealen Böden – perfekte Voraussetzungen für charakterstarke Weine. 

Im Fokus stehen typische Rebsorten wie Sagrantino und Trebbiano Spoletino, aus denen klassische Weine wie Montefalco Sagrantino DOCG entstehen. 

Die Philosophie von Le Cimate vereint Tradition, Terroir und moderne Technik – mit dem klaren Ziel, elegante, authentische Weine aus Umbrien zu erzeugen.

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Donnerstag, 18. Juni: Cantina Scacciadiavoli, Montefalco, Umbrien

Die Cantina Scacciadiavoli zählt zu den traditionsreichsten Weingütern Umbriens und liegt im Herzen der Montefalco-Region, der Heimat des Sagrantino. Gegründet wurde das Gut 1884 vom Prinzen Ugo Boncompagni Ludovisi als damals hochmoderne „Weinfabrik“. 

Der ungewöhnliche Name – „Teufelsvertreiber“ – geht auf eine lokale Legende zurück: Ein Exorzist soll hier mithilfe des Weins Dämonen ausgetrieben haben. 

Seit 1954 ist das Weingut im Besitz der Familie Pambuffetti, die es heute in vierter Generation führt und Tradition mit moderner Kellertechnik verbindet. 

Auf rund 130 Hektar, davon etwa 35–40 Hektar Rebfläche, entstehen charaktervolle Weine mit klarem Fokus auf autochthone Sorten wie Sagrantino, der als Aushängeschild der Region gilt. 

Scacciadiavoli steht damit für eine gelungene Verbindung aus Geschichte, Mythos und präzisem, terroirgeprägtem Weinbau in Montefalco.

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Donnerstag, 2 Juli: La Fonte di Bevagna, Bevagna, Umbrien

La Fonte di Bevagna ist ein familiengeführtes Weingut im Herzen Umbriens, nur wenige Kilometer vom historischen Ort Bevagna entfernt. Die Wurzeln des Betriebs reichen bis in die frühen 1900er-Jahre zurück, als die Familie bereits eine große landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftete und damit den Grundstein für die heutige Entwicklung legte. 

In ihrer heutigen Form entstand die Azienda Agricola in den 1990er-Jahren und wurde ab 2015 als kleine, handwerkliche Kellerei weiterentwickelt – getragen von der Leidenschaft der Geschwister Francesco (Sommelier) und Giulia (Agronomin). 

Die Weinberge liegen entlang der „Strada del Sagrantino“ und werden biologisch bewirtschaftet. Neben Sagrantino entstehen auch Weine aus Sangiovese, Merlot und Cabernet Sauvignon, meist in kleinen, charaktervollen Chargen. 

Ergänzt wird der Weinbau durch Olivenöl, Safran und einen Agriturismo – ein ganzheitlicher Ansatz, der Landwirtschaft, Gastfreundschaft und authentische Umbra-Kultur miteinander verbindet. 

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