6 /8 in Ehren
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Verkoste fünf Weine von einem Winzer + einen Überraschungswein.
Uhrzeit: jeweils 17:00 bis 20:00 Uhr
Kosten: Euro 25,00 inkl. kleine Häppchen
Max. TN-Zahl: 6 Personen.
Anmeldung: WhatsApp an 0650 2200549 oder via Mail an alois@die-geniesserei.at
Die Termine und die Winzer:
Donnerstag, 24. September: Luigi Enaudi, Piemont, Italien
Die Poderi Luigi Einaudi liegen in den Hügeln der Langhe in Piemont, mit Sitz in Dogliani, und zählen zu den traditionsreichsten Weingütern der Region. Gegründet wurde das Gut 1897 von Luigi Einaudi, der später als einer der bedeutendsten Staatsmänner Italiens und als erster demokratisch gewählter Präsident der Republik bekannt wurde. Bis heute ist das Weingut in Familienhand und wird inzwischen in vierter Generation geführt.
Die Besitzungen umfassen rund 150 bis 160 Hektar Land, davon etwa 60–75 Hektar mit Reben bestockt, verteilt über einige der besten Lagen der Langhe, darunter Barolo, Monforte d’Alba, Verduno und Dogliani. Die Philosophie des Hauses ist stark mit dem Begriff der „Kultur des Landes“ verbunden: ein langfristiger, respektvoller Umgang mit dem Terroir und seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen.
Im Mittelpunkt stehen klassische piemontesische Rebsorten wie Nebbiolo für Barolo und Dolcetto für Dogliani, ergänzt durch kleinere Parzellen weiterer autochthoner und regionaler Sorten. Die Weine sollen stets Eleganz und Struktur verbinden und dabei klar die Herkunft der einzelnen Lagen widerspiegeln.
Heute verbindet Poderi Luigi Einaudi historische Tiefe mit moderner Kellertechnik und einer präzisen, terroirorientierten Stilistik. Das Ergebnis sind charaktervolle Weine, die sowohl die Vielfalt der Langhe als auch die lange Familiengeschichte des Hauses widerspiegeln.
Donnerstag, 17. September: Bodegas Altun, Rioja, Spanien
Die Bodegas Altún liegen in der Rioja Alavesa im Ort Baños de Ebro im Norden Spaniens und sind ein familiengeführtes Weingut mit einer tief verwurzelten Weinbautradition. Die Geschichte des Betriebs ist eng mit der Familie Martínez verbunden, die bereits seit Generationen Weinberge in der Region bewirtschaftet und das Weingut 1989 offiziell gründete, um eigene Weine aus ihren Parzellen zu erzeugen.
Heute wird Altún von der nächsten Generation geführt und setzt auf eine Kombination aus traditioneller Weinbergsarbeit und moderner Kellertechnik. Im Mittelpunkt steht das Verständnis des Terroirs der Rioja Alavesa, geprägt von kalk-, ton- und kieshaltigen Böden sowie einem Klima mit starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, was den Weinen Frische und Struktur verleiht.
Die Weinberge verteilen sich auf mehrere Einzellagen rund um Baños de Ebro, Laguardia und Elciego, die jeweils eigene Charakteristika besitzen und separat vinifiziert werden. Besonders wichtig ist dabei die Rebsorte Tempranillo, ergänzt durch kleinere Anteile von weißen Sorten wie Viura.
Altún produziert sowohl klassische Rioja-Weine als auch Parzellenweine mit klarer Herkunftsidentität, die die Unterschiede der einzelnen Lagen betonen. Der Fokus liegt auf Authentizität, präziser Handarbeit und einer klaren Ausdruckskraft der jeweiligen Weinberge.
Donnerstag, 10. September: Joao Portugal Ramos, Alentejo, Portugal
Das João Portugal Ramos Wines ist eines der führenden portugiesischen Weinproduzenten mit Sitz im Alentejo, rund um Estremoz, und gilt als prägende Kraft der modernen portugiesischen Weinrenaissance. Gegründet wurde das Unternehmen vom renommierten Önologen João Portugal Ramos, der 1980 seine Karriere begann und Ende der 1980er-Jahre eigene Weinberge anlegte, um seine Vision unabhängig umzusetzen.
Heute ist das Weingut Teil einer größeren Weinunternehmensgruppe mit Präsenz in mehreren wichtigen Regionen Portugals, darunter Alentejo, Douro, Dão und Vinho Verde. Ziel ist es, Weine mit klarer regionaler Identität zu erzeugen und gleichzeitig eine verlässliche Qualität über verschiedene Herkunftsgebiete hinweg zu garantieren.
Die Weinbereitung folgt einem präzisen, stark kontrollierten Ansatz, bei dem sowohl traditionelle als auch moderne Methoden eingesetzt werden. Besonders typisch ist die Kombination aus sorgfältiger Weinbergsarbeit, selektiver Lese und differenzierter Vinifikation je nach Rebsorte und Stilistik.
Das Portfolio reicht von frischen, zugänglichen Alltagsweinen bis hin zu hochwertigen Cuvées aus Einzellagen und Reserve-Weinen. Neben Rot- und Weißweinen spielt auch das Weintourismus-Angebot rund um die moderne Kellerei in Estremoz eine wichtige Rolle.
So steht João Portugal Ramos für eine moderne, technisch präzise und zugleich regional verankerte Interpretation portugiesischer Weinkultur mit internationaler Ausrichtung.
Donnerstag, 3. September: I Greppi, Bolgheri, Toskana
Die Tenuta I Greppi liegt in der toskanischen Küstenzone im Herzen des Bolgheri DOC bei Castagneto Carducci in der Provinz Livorno und gehört zu den modernen, stark terroirorientierten Weingütern dieser international bekannten Weinregion. Das Gut wurde 2001 von den Familien Cancellieri und Landini gegründet und später von einem internationalen Eigentümerkreis übernommen, der den Fokus auf wissenschaftlich geprägte Weinbergsarbeit und nachhaltige Entwicklung verstärkt hat.
Die rund 35–37 Hektar große Gesamtfläche umfasst etwa 23–26 Hektar Rebflächen, die überwiegend mit internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Petit Verdot bestockt sind. Das maritime Klima mit ständigen Meeresbrisen sowie zwei künstlich angelegten Seen innerhalb des Anwesens sorgt für eine ausgewogene Reifung der Trauben und ein besonders stabiles Mikroklima.
Im Zentrum der Produktion stehen kraftvolle, strukturierte Rotweine im Stil der „Super Tuscans“, insbesondere die Cuvées Greppicaia (Bolgheri Superiore) und Greppicante (Bolgheri Rosso), die das Potenzial des Standorts in unterschiedlicher Stilistik widerspiegeln.
I Greppi verbindet damit wissenschaftlich geprägte Weinbergsarbeit, moderne Kellertechnik und die typischen Bedingungen der toskanischen Küste zu einem klar auf Qualität und Ausdruck ausgerichteten Bolgheri-Weingut.
Donnerstag, 27. August: Tenuta Stella, Collio, Italien
Die Tenuta Stella liegt im Collio in Friaul-Julisch Venetien, nahe der Grenze zu Slowenien, und zählt zu den charaktervollen Boutique-Weingütern dieser renommierten Hügellandschaft. Das Gut befindet sich in Scriò bei Dolegna del Collio, in einer besonders hoch gelegenen Zone des Collio, wo steile Hügel, Mergel- und Sandsteinböden sowie ein ausgeprägtes Mikroklima ideale Bedingungen für hochwertige Weißweine schaffen.
Gegründet wurde das Weingut 2009 von Sergio Stevanato als Ausdruck seiner Leidenschaft für die Weine des Collio. Heute wird Tenuta Stella von einem kleinen Team geführt und konzentriert sich fast ausschließlich auf autochthone Rebsorten wie Friulano, Ribolla Gialla und Malvasia Istriana, die den Charakter der Region besonders klar widerspiegeln.
Die Bewirtschaftung erfolgt biologisch und mit starkem Fokus auf naturnahe Vinifikation, oft mit spontanen Gärungen und minimalem Eingriff im Keller. Ziel ist es, Weine zu erzeugen, die das Terroir unverfälscht ausdrücken und die mineralische Spannung des Collio transportieren.
So steht Tenuta Stella für eine konsequent qualitätsorientierte, terroirbetonte Interpretation des Collio, geprägt von Hanglagen, autochthonen Rebsorten und einem klaren Fokus auf Authentizität.
Donnerstag, 20. August: Fontasalice - Rocca di Cispiano, Toskana
Die Rocca di Cispiano liegt im Herzen des Chianti Classico in der Toskana, nahe Castellina in Chianti, und ist ein familiengeführtes Weingut mit historischen Wurzeln, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen. Das Anwesen wurde in den 2000er-Jahren von der heutigen Betreiberfamilie wiederbelebt und verbindet seither eine lange landwirtschaftliche Tradition mit moderner Weinproduktion und Agrotourismus.
Das Gut umfasst rund 20 Hektar Weinberge sowie etwa 800 Olivenbäume und produziert neben Wein auch Olivenöl und Grappa. Im Mittelpunkt steht die autochthone Rebsorte Sangiovese, aus der klassische Chianti Classico-Weine sowie Riserva- und IGT-Abfüllungen entstehen. Ergänzt wird das Sortiment durch weitere Linien, die unterschiedliche Ausdrucksformen des Terroirs zeigen.
Neben der Weinproduktion spielt das Erlebnis vor Ort eine wichtige Rolle: Besucher können Kellerführungen und Degustationen erleben und in einem Agriturismo mit Ferienwohnungen direkt auf dem Gut übernachten. Dabei wird die Verbindung von Tradition, Handwerk und toskanischer Landschaft bewusst in den Vordergrund gestellt.
So steht Rocca di Cispiano für einen klassischen, terroirgeprägten Chianti-Betrieb, der historische Tiefe, familiäre Struktur und Gastfreundschaft miteinander verbindet.
Donnerstag, 6. August: Gran Clos und Hidalgo Albert, Priorat, Spanien
Die beiden Weingüter Gran Clos und Celler Hidalgo Albert liegen beide in der spanischen Region Priorat in Katalonien, verfolgen jedoch unterschiedliche, aber komplementäre Ansätze der Weinproduktion.
Gran Clos befindet sich im Herzen des Priorat und zählt zu den renommierten Estates der Region mit rund 32 Hektar teils sehr alter Reben, die auf den typischen Schieferböden („llicorella“) wachsen. Das Weingut ist stark auf strukturierte, langlebige Rotweine ausgerichtet, insbesondere auf Garnacha und Cariñena, ergänzt durch kleine Parzellen internationaler Rebsorten. Die Philosophie basiert auf extrem niedrigen Erträgen, selektiver Handlese und dem Ziel, die mineralische Prägung des Terroirs maximal herauszuarbeiten. Spitzen-Cuvées wie „Cartus“ stammen von über 100 Jahre alten Reben und stehen für Konzentration und Tiefe.
Celler Hidalgo Albert liegt ebenfalls im Priorat, im Gebiet Poboleda, und ist ein kleiner, familiengeführter Betrieb mit etwa 8 Hektar Rebfläche. Das Weingut wurde 2003 gegründet und setzt auf biologische Bewirtschaftung sowie traditionelle Vinifikation. Produziert werden vor allem charaktervolle Rotweine aus Garnacha, Cariñena und internationalen Sorten sowie ein kleiner Anteil Weißwein aus Garnacha Blanca. Der Fokus liegt stärker auf handwerklicher Präzision und ökologischer Nachhaltigkeit als auf Größe oder Prestige.
Beide Weingüter verbindet die Herkunft aus dem Priorat, unterscheiden sich jedoch deutlich in Dimension, Stil und Ausrichtung – Gran Clos als großes, terroirgeprägtes Spitzenweingut, Hidalgo Albert als kleines, ökologisch orientiertes Familienprojekt.
Infos zu Hidalgo Albert Infos zu Gran Clos
Donnerstag, 30. Juli: Sumarroca, Penedes, Spanien
Die Bodegas Sumarroca liegen im Herzen des katalanischen Penedès zwischen Barcelona und Tarragona und zählen zu den bedeutenden familiengeführten Weingütern der Region. Ihre Wurzeln reichen in die 1980er Jahre zurück, als die Familie Sumarroca begann, historische Landgüter wie Molí Coloma und Heretat Sabartés zu übernehmen und den Grundstein für ein heute breit aufgestelltes Weingutsensemble zu legen.
Heute bewirtschaftet Sumarroca rund 400 bis 465 Hektar eigene Weinberge und gehört damit zu den großen Eigenproduzenten Spaniens, die sämtliche Trauben selbst anbauen und vinifizieren. Die Philosophie des Hauses verbindet Tradition mit Innovation: Ziel ist es, Weine und Cavas mit klarer Herkunft, Charakter und Balance zu erzeugen, ohne die Umwelt aus dem Blick zu verlieren.
Besonders prägend ist der starke Fokus auf Nachhaltigkeit und ökologische Bewirtschaftung, die schrittweise ausgebaut wurde und heute ein zentrales Element der Produktion darstellt. Neben klassischen Stillweinen ist Sumarroca vor allem auch für seine Cavas bekannt, die die Typizität des Penedès mit moderner Kellertechnik verbinden.
So steht Sumarroca für eine moderne Interpretation katalanischer Weinbaukultur, die große Eigenständigkeit, Naturverbundenheit und technische Präzision vereint.
Donnerstag, 23. Juli: Quinta da Lixa, Vinho Verde, Portugal
Die Quinta da Lixa ist ein traditionsreiches Familienweingut im Norden Portugals in der Region Vinho Verde, nahe der Stadt Lixa. Seit der Gründung im Jahr 1986 durch die Familie Meireles hat sich das Gut von einem kleinen Weinproduzenten zu einem bedeutenden Namen der Region entwickelt. Heute bewirtschaftet das Unternehmen rund 120 Hektar Rebflächen und verbindet dabei moderne Technik mit regionaler Identität.
Der Fokus liegt auf frischen, aromatischen Weinen, wie sie typisch für den Vinho Verde sind. Angebaut werden traditionelle Rebsorten wie Loureiro, Alvarinho, Avesso und Vinhão, die auf granitreichen Böden optimale Bedingungen finden und den Weinen ihre charakteristische Leichtigkeit und Frische verleihen.
Neben der Weinproduktion spielt auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle: Das Weingut betont einen respektvollen Umgang mit der Natur sowie eine kontinuierliche Verbesserung von Qualität und Umweltstandards. Ergänzt wird das Angebot durch den Bereich Weintourismus, unter anderem mit dem eigenen Monverde Wine Experience Hotel, das Besuchern eine direkte Erfahrung im Weinberg ermöglicht.
So steht Quinta da Lixa für moderne Vinho-Verde-Kultur, familiäre Kontinuität und die Verbindung von Wein, Landschaft und Erlebnis.
Donnerstag, 16. Juli: Bodegas Arzuaga, Navarro, Spanien
Die Bodegas Arzuaga Navarro liegen im Herzen der spanischen Ribera del Duero in der Provinz Valladolid und gehören zu den renommierten Familienweingütern der Region. Das Weingut wurde in den frühen 1990er-Jahren von Florentino Arzuaga gegründet, als er das Gut „La Planta“ in Quintanilla de Onésimo erwarb und dort Weinberge sowie eine Kellerei aufbaute.
Die Weinberge profitieren von einer außergewöhnlichen Lage auf rund 900 Metern Höhe mit kalkhaltigen Böden und einem Klima, das durch große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht geprägt ist. Diese Bedingungen fördern eine langsame, gleichmäßige Reifung der Trauben und verleihen den Weinen Struktur und Tiefe.
Arzuaga setzt vor allem auf die Rebsorte Tempranillo (Tinta Fina), ergänzt durch Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Philosophie des Hauses basiert auf niedrigen Erträgen, sorgfältiger Arbeit im Weinberg und dem Ziel, das Terroir möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen.
Heute verbindet das Weingut hochwertige Weinproduktion mit einem umfassenden Weintourismus-Angebot und zählt zu den bekannten Namen der Ribera del Duero.
Donnerstag, 9 Juli: Tenuta Aquilaia, Scansano, Toskana
Die Tenuta Aquilaia liegt im Herzen der Maremma in der Toskana, bei Scansano in der Provinz Grosseto. Das Weingut umfasst rund 40 Hektar, davon etwa 18 Hektar Rebflächen, eingebettet in eine hügelige Landschaft nahe den Flüssen Albegna und Fosso Sanguinaio. Die Region ist stark von ihrer etruskischen Weinbautradition geprägt, die das Selbstverständnis des Weinguts bis heute beeinflusst.
Aquilaia verbindet diese historischen Wurzeln mit einem modernen, nachhaltigen Ansatz im Weinbau. Angebaut werden sowohl autochthone Rebsorten wie Sangiovese, Ciliegiolo und Vermentino als auch internationale Sorten wie Merlot, Chardonnay und Sauvignon Blanc.
Die Weine entstehen ausschließlich aus eigenen, handgelesenen Trauben und werden in zwei Linien ausgebaut: „Orizzonti“ für zugängliche, frische Weine und „Auspici“ für strukturierte, lagerfähige Qualitäten. Der Fokus liegt auf Terroir, sorgfältiger Arbeit im Weinberg und einem respektvollen Umgang mit der Natur.
So steht Tenuta Aquilaia für eine Verbindung aus Landschaft, Geschichte und zeitgemäßer Interpretation toskanischer Weintradition.
Donnerstag, 2 Juli: La Fonte di Bevagna, Bevagna, Umbrien
La Fonte di Bevagna ist ein familiengeführtes Weingut im Herzen Umbriens, nur wenige Kilometer vom historischen Ort Bevagna entfernt. Die Wurzeln des Betriebs reichen bis in die frühen 1900er-Jahre zurück, als die Familie bereits eine große landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftete und damit den Grundstein für die heutige Entwicklung legte.
In ihrer heutigen Form entstand die Azienda Agricola in den 1990er-Jahren und wurde ab 2015 als kleine, handwerkliche Kellerei weiterentwickelt – getragen von der Leidenschaft der Geschwister Francesco (Sommelier) und Giulia (Agronomin).
Die Weinberge liegen entlang der „Strada del Sagrantino“ und werden biologisch bewirtschaftet. Neben Sagrantino entstehen auch Weine aus Sangiovese, Merlot und Cabernet Sauvignon, meist in kleinen, charaktervollen Chargen.
Ergänzt wird der Weinbau durch Olivenöl, Safran und einen Agriturismo – ein ganzheitlicher Ansatz, der Landwirtschaft, Gastfreundschaft und authentische Umbra-Kultur miteinander verbindet.
Donnerstag, 18. Juni: Cantina Scacciadiavoli, Montefalco, Umbrien
Die Cantina Scacciadiavoli zählt zu den traditionsreichsten Weingütern Umbriens und liegt im Herzen der Montefalco-Region, der Heimat des Sagrantino. Gegründet wurde das Gut 1884 vom Prinzen Ugo Boncompagni Ludovisi als damals hochmoderne „Weinfabrik“.
Der ungewöhnliche Name – „Teufelsvertreiber“ – geht auf eine lokale Legende zurück: Ein Exorzist soll hier mithilfe des Weins Dämonen ausgetrieben haben.
Seit 1954 ist das Weingut im Besitz der Familie Pambuffetti, die es heute in vierter Generation führt und Tradition mit moderner Kellertechnik verbindet.
Auf rund 130 Hektar, davon etwa 35–40 Hektar Rebfläche, entstehen charaktervolle Weine mit klarem Fokus auf autochthone Sorten wie Sagrantino, der als Aushängeschild der Region gilt.
Scacciadiavoli steht damit für eine gelungene Verbindung aus Geschichte, Mythos und präzisem, terroirgeprägtem Weinbau in Montefalco.
Donnerstag, 4. Juni: Le Cimate, Montefalcone, Umbrien
Le Cimate ist ein familiengeführtes Weingut in Montefalco im Herzen Umbriens und verbindet lange landwirtschaftliche Tradition mit moderner Kellertechnik. Die Familie Bartoloni ist bereits seit dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft tätig und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Weinbau, bevor 2011 die heutige Kellerei gegründet wurde.
Drei Generationen haben den Betrieb geprägt: Großvater Paolo als erfahrener Winzer, sein Sohn Giovanni als Initiator des modernen Weinguts und Enkel Paolo, der heute die Zukunft verantwortet.
Die rund 23 Hektar Rebflächen liegen auf etwa 400 Metern Höhe und profitieren von großen Temperaturunterschieden sowie idealen Böden – perfekte Voraussetzungen für charakterstarke Weine.
Im Fokus stehen typische Rebsorten wie Sagrantino und Trebbiano Spoletino, aus denen klassische Weine wie Montefalco Sagrantino DOCG entstehen.
Die Philosophie von Le Cimate vereint Tradition, Terroir und moderne Technik – mit dem klaren Ziel, elegante, authentische Weine aus Umbrien zu erzeugen.
Donnerstag, 28. Mai: I Cavallini, Manciano, Toskana
Die Tenuta I Cavallini liegt in der südlichen Toskana, in der Maremma bei Manciano, eingebettet zwischen Meer und Hügeln – eine Lage, die den Weinen Frische, Mineralität und aromatische Tiefe verleiht.
Die Wurzeln des Guts reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück: Ursprünglich im Besitz der Familie Ciacci, wurde es später von der Familie Pirozzi-Lupinacci übernommen und mit viel Engagement weiterentwickelt. Heute führen die Brüder Roberto und Nicola den Betrieb und stehen für einen klar handwerklichen Ansatz.
Auf rund 11 Hektar Rebfläche entstehen in einem größeren landwirtschaftlichen Kontext (inklusive Oliven, Viehzucht und Ackerbau) charaktervolle Weine aus Rebsorten wie Vermentino, Morellino, Ciliegiolo und Alicante.
Im Fokus steht ein naturnaher, oft biologischer Anbau sowie viel Handarbeit – von der Lese bis zur spontanen Vergärung. Das Ergebnis sind elegante, frische und terroirgeprägte Weine, die die Maremma authentisch widerspiegeln.
Donnerstag, 21. Mai: I Cipressi, Montepulciano, Toskana
Die I Cipressi Winery ist ein kleines, familiengeführtes Weingut in den Hügeln von Montepulciano in der Toskana. Ihre Geschichte beginnt in den 1960er-Jahren, als die Familie Frangiosa aus Kampanien in die Region zog und zunächst mit dem Anbau und Verkauf von Trauben begann.
1995 gründete Luigi Frangiosa schließlich die eigene Kellerei und legte damit den Grundstein für die heutige Identität des Betriebs: handwerkliche, terroirgeprägte Weine, die Tradition und Herkunft widerspiegeln.
Heute bewirtschaftet die Familie rund 6,5 Hektar und konzentriert sich vor allem auf regionale Rebsorten wie Sangiovese, Canaiolo und Colorino – die Basis für klassische Weine wie Vino Nobile di Montepulciano.
Im Mittelpunkt steht ein klarer, authentischer Stil: nachhaltiger Weinbau, viel Handarbeit und eine familiäre Atmosphäre, die sich auch in persönlichen Verkostungen und Besuchen widerspiegelt.
Donnerstag, 7. Mai: Podere Luigi Enaudi, Dogliani, Piemont
Beim Namen Einaudi klingelt bei vielen etwas im Ohr: Einerseits war Luigi Einaudi der erste demokratisch gewählte Staatspräsident Italiens nach dem Faschismus, andererseits gehört mit Ludovico Einaudi einer der bekanntesten zeitgenössischen Komponisten zur Familie.
Die Poderi Luigi Einaudi im Piemont verbinden genau diese Geschichte mit großer Weintradition. Das Weingut wurde bereits 1897 gegründet, als Luigi Einaudi das Gut San Giacomo in Dogliani erwarb und begann, eigene Weine zu produzieren statt nur Trauben zu verkaufen.
Heute bewirtschaftet die Familie rund 60 Hektar in den renommierten Lagen der Langhe, darunter Barolo-Toplagen wie Cannubi und Bussia. Die Philosophie verbindet klassische piemontesische Eleganz mit moderner Präzision: terroirgeprägte Weine, die Balance, Struktur und Herkunft in den Mittelpunkt stellen.
Über vier Generationen hinweg ist Poderi Einaudi damit ein Beispiel für die gelungene Verbindung von politischer Geschichte, Familientradition und großer italienischer Weinkultur geblieben.
Donnerstag, 30. April: Cantina Briziarelli, Bevagna, Umbrien
Die Cantine Briziarelli ist ein traditionsreiches Weingut in Umbrien, im Herzen der renommierten Weinregion rund um Montefalco. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1906 zurück, als der Unternehmer Pio Briziarelli begann, landwirtschaftliche Flächen zu bewirtschaften und damit den Grundstein für das heutige Familienunternehmen legte.
Heute verbindet das Weingut Tradition mit moderner Weinbaukunst: Auf rund 50 Hektar entstehen charaktervolle Weine, insbesondere aus der regionaltypischen Sagrantino-Traube. Die Philosophie basiert auf Respekt gegenüber Natur und Terroir sowie einem zurückhaltenden, nicht „extremen“ Ausbau, der elegante, klare und gut trinkbare Weine hervorbringt.
Neben der Produktion bietet die Cantine Briziarelli auch Weinverkostungen und Führungen an, bei denen Besucher die Verbindung von Landschaft, Architektur und Genuss erleben können.